Test/Review - Call of Duty 6: Modern Warfare 2
Call of Duty 6 - Modern Warfare 2: Test!
Modern Warfare 2 jetzt erhältlich und im Test: Kann das Skandalspiel in unserer Review beweisen, dass der Hype gerechtfertigt war?
Call of Duty 6: Modern Warfare 2 im Test
Seit unserem
Test von Call of Duty 6: Modern Warfare 2 bekommen wir das Geräusch einfach nicht mehr aus den Ohren: Dieses „Kling“, bevor sich die Fahrstuhltür öffnet. Immer wieder haben wir die verstörenden Bilder der Modern-Warfare-2-„Skandalmission“ im Moskauer Flughafen vor Augen: Wie Makarov und seine Schergen
mit ihren Maschinengewehren die Zivilisten niedermähen. Wie sich Blutlachen zwischen den Opfern bilden. Das brutale Massaker und die Skrupellosigkeit des meistgesuchten Terroristen der Welt sorgen für ein beklemmendes Gefühl in der Magengrube. Zumal wir – Private Joseph Allen, Mitglied der Taskforce 141 – undercover neben Makarov herlaufen und mitverantwortlich sind für dieses schreckliche Blutbad!
Die „
Skandalmission“ wurde übrigens in der
deutschen Version von Modern Warfare 2 leicht verändert. Außerdem darf jeder, dem das Zivilisten-Abschlachten zu heftig ist, darauf verzichten, diese Sequenz zu spielen. Aber seid versichert, dass ihr auch dann noch unzählige beeindruckende Szenen und manch packenden Schockmoment erlebt. Denn nicht alle unserer spielbaren Charaktere überleben das zweite Modern Warfare, so viel sei verraten.
Für jede Mission schlüpfen wir in eine andere Uniform der multinationalen Task Force. In Afghanistan ballern wir erst als Joseph Allen, später in der Haut des Vorgänger-Helden „Soap“ MacTavish. Gary „Roach“ Sanderson geht in Brasilien und Russland auf Terroristenjagd. Außerdem muss US-Ranger James Ramirez sein Heimatland verteidigen. Zwischen den Missionen erläutern kurze Kartenansichten, wo euch die kommende Aufgabe hinführt. General Shepherd liefert zudem die nötigsten Missionsinfos. Am knappen Briefing hat sich gegenüber dem Vorgänger nichts verändert. Cineastische Cut-Scenes sind weiterhin Fehlanzeige.
Die USA dürfte den meisten als Modern Warfare 2-Szenario neu sein, in Screenshots und Trailern blieb der Schauplatz meist verborgen. Anhand einer Mission im beschaulichen Nord-Virginia beurteilen wir einige Neuerungen von Modern Warfare 2.
Call of Duty 6: Modern Warfare 2 Test: Raus aus dem Schlauch
Makarovs Leute haben es tatsächlich geschafft, die Amerikaner mitten ins Herz zu treffen, sprich ins Land zu marschieren. Wie das gelingen konnte, wird erst später im Spiel enthüllt. Wir nähern uns den brennenden Wohnhäusern des Army-Stützpunktes, begleitet von Klängen, die an den Hollywood-Streifen Pearl Harbor erinnern. Nachdem wir die Häuser von Terroristen gesäubert haben, gelangen wir zu einem weitläufigen Areal, wo
mehrere Fast-Food-Läden angesiedelt sind. Hier zeigt sich das veränderte Level-Design. Jedes Restaurant hat mehrere Eingänge, teilweise führt noch eine Leiter aufs Dach. Außerdem können wir die Fresstempel – einer heißt „Burger Town“ – auch durch die großen Fensterfronten stürmen.
Dass die Entwickler der schlauchförmigen Level-Architektur der Vorgänger den Kampf angesagt haben, beweisen auch die Häusergefechte in Rio de Janeiro. Hier können wir entweder den direkten Weg wählen, uns durch Häuser hindurch ballern oder weitläufig die Terroristen flankieren. Trotzdem gibt es natürlich auch in Modern Warfare 2 Abschnitte, in denen nur ein Weg durchs Gefecht führt. Die sind aber deutlich seltener und fallen daher kaum noch unangenehm auf – prima!
Pfeil und Entfernungsanzeige weisen stets zum aktuellen Missionsziel. Euer Vorgesetzter ist zudem neuerdings mit dem Wort
„Folgen“ oder „Decken“ gekennzeichnet. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr euch auch anderen Kameraden anschließen und mit denen eine Weile ballern. Das nächste Kapitel der perfekten Inszenierung startet aber erst, wenn ihr eurem Vorgesetzen folgt. Oder eben ein bestimmtes Missionsziel erfüllt.
Call of Duty 6: Modern Warfare 2 Test: Waffen, die krachen
Verbessert hat Infinity Ward auch die ohnehin
üppige Waffenauswahl. Auf dem Dach des Fast-Food-Restaurants dürft ihr ein automatisches Geschütz mit Wärmesucher aufstellen. Das bläst die heranstürmenden Terroristen im wahrsten Sinne nur so weg. Das Geschütz gibt es übrigens auch im Mehrspieler-Modus. Im Diner nebenan liegt noch ein weiteres nettes Spielzeug: Der Steuerungs-Koffer für die Drohne. Hiermit dirigiert ihr Lenkraketen ins Ziel – was für ein Spaß!
Vom Maschinengewehr mit integriertem Granatwerfer über eine Mega-Shotgun bis hin zum Scharfschützengewehr mit Thermaloptik findet ihr in
Modern Warfare 2 alles, was das Soldaten-Herz begehrt. In manchen Abschnitten dürft ihr zum tragbaren Schutzschild greifen. Kauert ihr hinter der Deckung, könnt ihr zwar nicht ballern, dafür hält der Schild sehr viel aus. Am besten geht man damit voraus und schützt die Kameraden, die dann unbeschadet die Feinde aufs Korn nehmen können.
Auch prima: Von der stupiden Gegner-KI früherer Call of Duty-Teile ist immer weniger zu sehen. In
Rio flankieren euch die Brasilianer ständig, sobald sie euch entdeckt haben. Einige Terroristen haben einen fiesen Move drauf: Sie machen die Tür nur einen Spalt weit auf, um aus der Deckung auf euch zu ballern oder eine Granate zu werfen. Mit dem passenden Gewehr können wir aber durchs Holz schießen – ätsch! Während es in früheren Teilen noch gang und gäbe war, dass mehrere Gegner an die gleiche Stelle gerannt sind, um sich umnieten zu lassen, ist uns dies nur in Rio negativ aufgefallen, als sich mal ein kleiner Leichenberg vor uns türmte. Den Eindruck, dass KI-Soldaten unendlich nachrücken, hatten wir diesmal sogar kein einziges Mal – vielleicht waren wir aber auch einfach zu stürmisch unterwegs.
Neben den packenden Massengefechten erwarten euch rasante Fahrten in Schneemobil, Jeep und Schlauchboot – Achtung: Wasserfall! Auch zerstörerische Helikopterflüge dürfen nicht fehlen. Weiteres Highlight: Von der ISS-Raumstation aus beobachtet ihr die Detonation einer EMP-Bombe über Washington. Die Auswirkung der Explosion beschreibt ein Soldat am Boden mit dem Satz „Ich weiß nicht, was schlimmer ist: Dass es Hubschrauber regnet oder dass ich mir in diesem Monsun den Arsch abfriere.“ Nur ein Beispiel für die einfallsreiche und spektakuläre Inszenierung, die sich Entwickler Infinity Ward ausgedacht hat. Und noch was: Drückt am Ende des Spiels auf keinen Fall den roten Knopf – auf gar keinen Fall!
Auf der nächsten Seite findet ihr den zweiten Teil unseres Modern-Warfare-2-Tests!
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