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Killerspiele

Aktionsbündnis ruft zu "Familien gegen Killerspiele" auf

14.10.2009 02:29 Uhr
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Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden möchte Familien dazu aufrufen Killerspiele öffentlich zu entsorgen.

Familien gegen Killerspiele Familien gegen Killerspiele Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden ruft für Samstag, den 17. Oktober zu einer Aktion auf. Zu "Familien gegen Killerspiele" wird in Stuttgart vor der Staatsoper ein Müll-Container bereitgestellt, um dort Spiele einzuwerfen, "die das Töten von Menschen simulieren".

Als zusätzlichen Anreiz für die Entsorgung ungewollter Videospiele mit gewalthaltigen Inhalten erhält jeder, der Spiele in den Container schmeißt ein Los. Damit kann ein Trikot der Fussball-Nationalmannschaft mit Unterschriften des ganzen WM-Kaders gewonnen werden. Was mit den gesammelten Videospielen geschehen soll, ist jedoch noch nicht bekannt.

Die Kommentare in der Quelle sind eindeutig: Solche Aktion diffamieren die Videospielbranche und werden von den Usern als "moderne Bücherverbrennung" gesehen.

Quelle: Familien gegen Killerspiele

Auf der nächsten Seite sagt Cynamite-Mitarbeiter Michael Mingers seine Meinung.

Was meint ihr dazu? Unfassbarer Populismus oder das Setzen eines Zeichens für eine gewaltfreie Welt? Schreibt es uns in die Kommentare!

Bildergalerie (Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
Freier Mitarbeiter

14.10.2009 02:29 Uhr
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Mitglied
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16.10.2009 16:52 Uhr
Nicht schon wieder, so ein Blödsinn. Da wird es sich mal wieder einfach gemacht. Die bösen, bösen Filme und Spiele sind wiedermal alles Schuld, da wird über die wirklichen Ursachen und Probleme solcher Täter wie in Winnenden und Erfurt einfach weggeschaut, nämlich das sie einen Psychoknacks haben, weil sie keine Freunde haben, ihre Familie sich nicht so um sie kümmert, wie es vielleicht richtig ist, das sie leicht an Waffen kommen (Sorgfaltspflicht des Vaters), in Schützenvereinen rumballern und wahrscheinlich der wichtigste Grund, daß sie ganz einfach mit ihrem Leben nicht klarkommen, sei es durch Probleme mit der Schule, Lehrern, Eltern Mobbing usw. Das sind die Kernprobleme solcher verkorksten Typen, nämlich zig Millionen von Nutzern der Medien gewalttätiger, actionorientierter Videospiele und Filme beweisen jeden Tag, besonders hebe ich hier Onlinegames hervor, daß sie normale Menschen sind und nur ihrem Hobby nachgehen, nichts weiter. Es ist eine Art der Unterhaltung, Abschaltung oder Entspannung, die verbohrte Moralapostel natürlich nicht warhaben wollen oder können. Brauchen Sie auch nicht! Aber sie sollen solche Taten nicht vereinfachen und das Verbot für Videospiele, als das Heilmittel anzupreisen, um die oben genannten Probleme in den Griff zu bekommen, denn das ist es nicht. Die wirklichen Probleme werden hingegen ausgeblendet, will mal sagen bagatellisiert, um sich ja nicht um diese Probleme zu kümmern, denn dann müsste sich das soziale Umfeld der Täter fragen, wieso haben wir das nicht erkannt und gehandelt, als noch Zeit war. Muss aber auch sagen, daß es nicht gerade das einfachste ist, das verkorkste Psychogehirn eines Amoktätern zu erkennen. Solche Täter wird es leider immer geben, nur man muss auf sie aufmerksam werden, bevor sie handeln, und das kann eigentlich nur dessen soziales Umfeld.

Der Verbot solcher Filme und Spiele ist auf jedenfall nicht das Heilmittel für solche Taten nachdenen die Betreffenden jetzt suchen, denn das beweisen hunderte Millionen von Menschen, die solche Medien tagtäglich nutzen und ganz gewöhnliche Menschen sind, die ihrer Arbeit nachgehen ein stabiles Umfeld haben und auch sonst nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Sonst gäbe es doch nur noch Amokläufer unter uns, oder nicht?

Also die Verfechter solcher Verbotspropaganda vor allem in der Politik und aus dem Umfeld der Opfer und Täter sollten sich mal über solche Sachen Gedanken machen, bevor sie lauthals Verbote fordern und damit jeden volljährigen Bürger mehr oder weniger kriminalisieren. Denn verboten sind solche Spiele für minderjährige schon heute, und Deutschland hat jetzt schon das radikalste Jugendschutzsystem der Welt,und damit stimme ich voll überein, denn in Jugend- und Kinderhände gehören solche Spiele nicht.
Und in anderen Ländern in denen weit weniger radikalere Jugendschutzsystem vorkommen , gibt es auch nicht mehr Amokläufer , oder? Also können solche Medien auch nicht der Grund für solche Taten sein!
Mitglied
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15.10.2009 17:27 Uhr
Zitat: (Original von Falconer)
Populistische und dumme Aktion des Bündnisses.

Vergleiche mit dem III.Reich hinken aber mal wieder. Damals hat die Staatsführung zur Verbrennung von Kulturgütern aufgefordert. Hier handelt es sich um eine Privatinitiative. Jeder Mensch in diesem Land darf wegschmeißen was er möchte. Und auch dazu auffordern. Egal, wie fehlgeleitet es sein mag.

Viele Statements in diesem Thread sind grausam schlecht, blöd und schwer zu ertragen. Mir fehlen immer wieder die Worte dafür.


Nun hat diese neue faschistische Gruppierung zum Glück noch keine direkte politsche Macht für sich beanspruchen können, was einen Vergleich mit einer Diktatur am Höhepunkt ihre Macht schwierig bis unmöglich macht. Vergleiche mit der frühen NSDAP sind aber durchaus nicht aus der Luft gegegriffen, auch wenn wir nur spekulieren können, ob die Initiatoren dieser Bücherverbrennung, sollten sie über absolute Macht verfügen bald auch nicht nur Datenträger sondern Menschen vernichten würden. Und natürlich ist dieser Vergleich ein reines Gedankenspiel, da die Demokratie im modernen Deutschland wesentlich besser gefestigt ist, als jene der Zwischenkriegszeit, so dass zu hoffen ist, dass dies die Machtergreifung eines neuen diktatorischen Regimes im Keim ersticken würde.

Aber dennoch ist traurig, wenn sich Menschen weigern, selbst die grundlegendsten Lektionen aus der Geschichte zu lernen. Und nicht zuletzt heuchlerisch, Frieden zu predigen, während man einen Krieg führt.
Mitglied
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15.10.2009 16:33 Uhr
Verbot von Computer-Killerspielen die dazu dienen Menschen zu ermorden.

Fehlt da nicht ein Komma?
Ausserdem ist der Satz inhaltlich falsch:
Waffen dienen dazu Menschen zu ermorden.
Mitglied
Bewertung: 0
15.10.2009 16:15 Uhr
So etwas hirnrissiges hab ich ja noch nie gehört alle die zu so einem schwachsinn gehen
haben nicht mehr alle tassen im schrank .
Da kriegt man sonnen Hals wie kann man spielen die schuld für so ein ereignis zu geben meiner Meinung nach sollte man dort Waffen entsorgen und nicht Spiele , so etwas behindertes
die könnte man ma anklagen wegen Diskriminierung von Killerspielen
Mitglied
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15.10.2009 08:08 Uhr
Naja ich bin auch gegen Waffenbesitz usw. aber auf deren Seite kann man folgende populistische Probagandaphrase lesen:

Verbot von Killerspielen die dazu dienen Menschen zu ermorden.

Ich finde, das dies sehr einseitig ist. Auf der Page wird nirgends mal ausführlich beschrieben was denn als "Killerspiel" gilt. Das zeigt mir eigentlich nur, das es hierbei nicht um eine seriöse Auseinandersetzung mit dem Thema geht sondern eher in Richtung "Bauernfang" gehen soll. Ich finde es tatsächlich schon wichtig, sich mit den Ursachen und Gründen der Amokläufe auseinanderzusetzen. Aber als erwachsener Mensch die Verantwortung einfach an ein Produkt abzugeben finde ich doch sehr fragwürdig. Für mich heisst das eigentlich einmal mehr, dass selbst diese Leute vom Aktionsbündnis in mancherlei Hinsicht, lieber die Verantwortung weiterschieben. Diese Tatsache bedeutet dan im Endeffekt, das diese ganze Geschichte nur eine oberflächliche Sache ist..leider.

Die anderen Ziele finde ich durchaus in Ordnung. Die sind auch besser formuliert. Ich schätze mal , es liegt am Mangel eigener Erfahrungen mit Spielen dass man eine Yellow Press Phrase hernehmen muss.

Auf der anderen Seite finde ich es etwas dürftig, dass zB ein Verlag wie Computec Media mit einer so riesigen Community immer nur einzelne Aktionen bringt um ins Gedächtnis zu rufen, dass wir Gamer keine Gewalttäter sind. Ich denke grade eine Firma die ihr Geld mit uns Gamern verdient, könnte sich mehr engagieren, mehr mobilisieren als nur "Ich wähle keine Spielekiller" und "Killerspiel Spieler" T-Shirts zu verkaufen. Würden diejenigen, die das Geld mit uns verdienen sich mal besinnen und einen bundesweiten Verein gründen der sich der umfassenden Aufklärung über Games in allen Medien annimmt wäre das sicherlich ein anderes Zeichen.
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