Guitar Hero 2
Vor der Bühne toben die Fans - natürlich nur, wenn ihr die richtigen Noten trefft.
Endlich wieder die Gitarre umschnallen und ab auf die Bühne! Okay, die Gitarre ist zwar nur eine niedliche Plastikklampfe und die Bühne mein bescheidenes Wohnzimmer, aber mit "Guitar Hero 2" fühle ich mich trotzdem wie ein echter Rockstar. Nachdem Teil eins im letzten Jahr Dauergast in meiner PS2 war, hatte ich extrem hohe Erwartungen an den Nachfolger.
Kleine Schrammelkunde
Im Zweispieler-Modus wird der Bildschirm in der Mitte geteilt. Rechts Neuzugang Eddie.
Am eigentlichen Spielprinzip hat sich natürlich nichts geändert: Vom oberen Bildschirmrand kommen euch Symbole in fünf Farben entgegen. Mit der linken Hand drückt ihr im richtigen Moment die farblich entsprechenden Knöpfe am Hals der Zupfgeige. Am Korpus des Instruments schlagt ihr parallel mit der rechten Hand einen Kippschalter an, wie ihr es auch bei einer Gitarrensaite tun würdet. Vom 'richtigen' Musizieren ist das Ganze natürlich immer noch weit entfernt - schließlich hat das echte Instrument nicht nur eine, sondern gleich sechs Saiten. Trotzdem ist das Spielgefühl sensationell. Wir empfehlen euch, den Kippschalter zwischen Daumen und Zeigefinger zu halten und möglichst bald Auf- und Abschläge zu lernen. Drückt ihr den Schalter immer nur in eine Richtung, kommt ihr später bei schnellen Songs arg in Bedrängnis.Für Senkrechtstarter
Die Musiker und die schön modellierten Gitarren sehen auch in Nahaufnahmen gut aus.
Die Hauptattraktion für Solisten ist der Karriere-Modus, in dem stolze 64 Lieder warten. Bei den 40 regulären Tracks handelt es sich um nachgespielte Songs, von denen die meisten exzellent interpretiert sind. Von den (größtenteils unbekannten) Original-Sängern stammen hingegen die 24 Bonustitel, die ihr mit Gagen und Sponsorengeldern freischaltet. Alternativ könnt ihr die Kohle für neue Charaktere, Bühnen-Outfits, Instrumente und Bonusvideos verprassen.
Aktiviert ihr die so genannte Star Power, sackt ihr doppelt so viele Punkte ein.
Das Song-Angebot ist ähnlich bunt gemischt wie in Teil eins: Neben vielen großen Klassikern von Bands wie Alice in Chains, Guns N' Roses, Nirvana, oder Rage against the Machine hat sich auch ein wenig musikalischer Murks ins Spiel verirrt. Das schräge "Psychobilly Freakout" oder das laaangweilige "Red Lottery" hätten sich die Entwickler sparen können, aber das ist wohl wie so oft Geschmackssache.
Ab in den Proberaum
Bei Akkorden müsst ihr zwei Tasten gleichzeitig drücken. Hier den gelben und den roten Knopf.
Einzig "Freebird" von Lynyrd Skynyrd macht mich richtig böse. Der ewig lange Mix aus lahmem Gedudel und perversen Solo-Einlagen treibt auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad selbst Profis Tränen in die Augen - ein klarer Fall für den brillanten neuen Übungs-Modus: Im virtuellen Proberaum trainiert ihr gezielt einzelne Passagen, die euch schwerfallen. Und da ihr sogar das Tempo in mehreren Stufen rausnehmen könnt, kommt ihr bald hinter das Geheimnis jedes Solos. Lernt für die harten Stellen unbedingt die Hammer-on- und Pull-off-Techniken, die sich nun leichter ausführen lassen als im Prequel. Weitere tolle Neuerung: Im Koop-Modus übernimmt ein Mitspieler je nach Song den Bass oder eine zweite Gitarrenspur. Außerdem kann jeder Musiker seinen individuellen Schwierigkeitsgrad festlegen. So rocken nunmehr auch Profi und Laie gemeinsam, ohne dass sie sich langweilen bzw. überfordert fühlen."Guitar Hero 2" ist also tatsächlich der erhoffte rundum verbesserte Megahit geworden. Wenn ihr nur ein bisschen was für Gitarrensounds übrighabt, dann holt euch dieses Spiel: Es ist sowohl alleine als auch als Partygame der Hammer. Besitzt ihr bereits eine Gitarre vom ersten Teil, erhaltet ihr "Guitar Hero 2" übrigens auch ohne Instrument für 45 Euro. Für etwa 80 Euro wandert das Bundle bestehend aus "Guitar Hero 2" und Klampfe über die Ladentheke.
Werbung:
Guitar Hero II jetzt ab 56,99 € bei Amazon kaufen










der übungsmodus ist zwar super (man kann einzelne parts aus den songs üben und die geschindigkeit reduzieren) aber die songauswahl ist meiner meinung nach deutlich schlechter als beim ersten titel. ziemlich viele unötig langweilige songs die kein schwein interessieren führen im karrieremodus zu so manchem unmotivierten fingerkrampf.
ich finde den zweiten teil in puncto Schwierigkeitsgrad (zumindest auf schwer... zu profi bin ich noch nicht gekommen...) einfaher und viel unausgewogener als der ersten teil. beim ersten teil steigt der schwerigkeitsgrad mit jeder neue freigeschalteten stage kotinuierlich an. dadurch ist man ständig neu gefordert und es macht toll laune wenn man ich richtig ins zeug legen muss um eine nummer zu "knacken", es wird aber trotzdem nie frustig. das hab ich bei teil zwei schon sehr vermisst.
fazit...
teil eins ist, meiner meinung nach, viel runder und rockt viel mehr als teil zwei.
wenn man noch kein guitar hero hat sollte man trotz fehlendem übungsmodus definitiv zu teil eins greifen!